Klinische Studien

Aus AG Portal Hämodynamik
Wechseln zu:Navigation, Suche

TIPS

TIPS Kodierung

Die Kodierung der Patientenproben der TIPS Studie erklärt sich wie folgt: An erster Stelle steht der Buchstabe „T“ für „TIPS“. Gleich dahinter steht eine dreistellige Nummer, die jedem Patienten zufällig zugewiesen wird.

Im Anschluss daran findet sich die Kodierung für die Art bzw. den Zeitpunkt der Probe: wird ein Patient für die Möglichkeit einer TIPS-Anlage evaluiert, wird dies durch „-E“ für „Evaluation“ ausgedrückt. Erfolgt bei einem Patienten eine TIPS-Neuanlage wird dies durch „-01“ kodiert. Die auf eine TIPS-Neuanlage folgenden Follow-Ups werden durch „-02“ für 7-Tage-Follow-Up, „-03“ für 6-Wochen-Follow-Up, „-04“ für 3-Monats-Follow-Up und „-05“ für 6-Monats-Follow-Up kodiert.

Muss bei einem Patienten ein TIPS revidiert werden und erhalten wir davon Studienblut, werden die Proben durch „-R1“ für die erste Revision, „-R2“ im Falle einer zweiten Revision usw. kodiert. Wird ein Patient für die Anlage eines TIPS evaluiert, dann jedoch keiner gelegt, wird das Studienblut, welches dann abgenommen wird durch „-noT“ für „No TIPS“ kodiert.

Des Weiteren werden bei TIPS-Patienten, die für eine TIPS-Anlage evaluiert werden, Stuhlproben sowie Aszites oder (selten) Pleuraerguss entnommen. Dabei wird eine Stuhlprobe durch „-ST“, Aszites durch „-A“ und Pleuraerguss durch „-PE“ (für „Pleura effusion“) kodiert.

Beispiele

T011-01 Probe einer TIPS-Neuanlage des TIPS-Patienten mit der zugewiesenen Nummer 011
T034-A Probe von Aszites des TIPS-Patienten mit der zugewiesenen Nummer 034
T078-noT Probe eines Patienten mit der zugewiesenen Nummer 078, der nach Evaluation keinen TIPS bekommen hat

VALDIG

Die vaskulären Erkrankungen der Leber (VALDI, Vascular Liver Diseases) sind eine heterogene Gruppe von Erkrankungen. Zu den wichtigsten Vertretern zählen die nicht zirrhotische, nicht maligne Pfortaderthrombose (PVT), das Budd-Chiari-Syndrom (BCS), die idiopathische nicht zirrhotische portale Hypertension(INCPH) und das sinusoidale Obstruktionssyndrom (SOS).

Diesen Erkrankungen ist gemein, dass sie selten sind, sodass es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse in Form von prospektiv randomisierten Studien (mit aussagekräftigen Patientenzahlen) über ihre Therapie gibt.

Eine weitere Gemeinsamkeit der vaskulären Lebererkrankungen besteht darin, dass sie häufig „nur“ Ausdruck bzw. Symptom anderweitiger Grunderkrankungen sind. So finden sich bei diesen Patienten häufig Thrombophilien oder myeloproliferative Erkrankungen. Die potenzielle Behandelbarkeit der Grunderkrankungen führt dazu, dass bei jedem Patienten eine lückenlose interdisziplinäre Ursachendiagnostik obligat ist.

Letztlich stellt die portale Hypertension die gemeinsame Endstrecke der VALDI im Falle eines chronischen Bestehens dar. Das Akutmanagement und vor allem die Nachsorge–einschließlich dem Management der Komplikationen portaler Hypertension–der Patientenmit VALDI gestalten sich aufgrund der Seltenheit und Interdisziplinarität schwierig und bedürfen entsprechender Expertise im Rahmen spezialisierter Zentren.

VALDIG (Vascular Liver Disease Group) ist ein unabhängiges Netzwerk von Wissenschaftlern mit dem gemeinsamen Interesse an vaskulären Lebererkrankungen. Ziel des Netzwerkes ist es, Forschung in diesem Gebiet zu fördern. Alle VALDIG Zentren sind durch eine Datenbasis, das VALDIG-Register, verbunden, was ihnen Koordination von gemeinsamen Forschungsprojekten erlaubt mit der Möglichkeit der Interaktion und Austausch von Wissen. Dies ist insbesondere aufgrund der Seltenheit von VALDI von großer Bedeutung.

VALDIG Kodierung

Die Kodierung der Patientenproben der VALDIG Studie erklärt sich wie folgt: An erster Stelle steht der Buchstabe „V“ für „VALDIG“. Gleich dahinter steht eine dreistellige Nummer, die jedem Patienten zufällig zugewiesen wird.

Im Anschluss daran findet sich die Kodierung für die Art bzw. den Zeitpunkt der Probe: bekommt ein Patient das erste Mal bei uns Blut abgenommen, wird dies als „Inclusion“ bezeichnet (kodiert als „-I“). Anschließend sollten die Patienten laut Protokoll zum 3-, 6- bzw. 9-Monats-Follow-Up kommen (als „-3M“, „-6M“ bzw. „-9M“ kodiert) und schließlich zum 1-Jahres-Follow-Up (kodiert als „-1Y“) und ab dann jährlich bei uns erscheinen (also „-2Y“ für 2-Jahres-Follow-Up, „-3Y“ für 3-Jahres-Follow-Up usw.).

Beispiel

V036-6M Probe eines 6-Monats-Follow-Ups des VALDIG Patienten mit der zugewiesenen Nummer 036